In der katholischen Kirche ist die Ehe nicht nur ein Vertrag oder eine soziale Vereinbarung – sie ist ein Sakrament. Eine sakramentale Ehe zwischen getauften Christen ist ein Zeichen der Verbindung zwischen Christus und seiner Kirche. Sie ist unauflöslich, exklusiv und dem Leben gegenüber offen.
Damit eine Ehe von der Kirche als gültig anerkannt wird:
Die Kirche verlangt von Verlobten die Teilnahme an einem Ehevorbereitungsprogramm, das allgemein als Pre-Cana bezeichnet wird. Dies umfasst in der Regel:
Die Hochzeitszeremonie ist eine Liturgie – sie sollte mit derselben Ehrfurcht behandelt werden wie die Messe. Typische Elemente sind: der Einzug, die Wortgottesdienst, die Predigt, der Austausch des Jawortes („Ich nehme dich an als meine Frau/meinen Mann“), der Segen und Austausch der Ringe, der Brautsegen, die Eucharistiefeier und der Schlusssegen.
Paare können aus einer reichen Auswahl an Schriftlesungen wählen. Beliebte Optionen sind: 1 Korinther 13 (das Hohelied der Liebe), Johannes 2,1-11 (die Hochzeit zu Kana), Epheser 5,21-33 (gegenseitige Liebe) und Tobit 8,5-8 (das Gebet von Tobias und Sara).
Bestimmte Bedingungen machen eine Ehe ungültig: bestehendes Eheband, Mangel an ordnungsgemäßer Form (nicht von einem Priester bezeugt), Blutsverwandtschaft (nahe Blutsverwandtschaft), Impotenz (vorausgehend und dauerhaft) und Mangel an ordnungsgemäßer Absicht (Ausschluss von Kindern oder Treue).
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