Das Fegefeuer ist „ein Zustand der endgültigen Läuterung nach dem Tod, durch den jene, die in der Gnade Gottes sterben, gereinigt werden, um in die Freude des Himmels einzutreten“ (KKK 1030-1031). Es ist keine zweite Chance, sondern die letzte Reinigung vor dem Eintritt in die Gegenwart Gottes.
Das zweite Buch der Makkabäer 12,46 zeigt den antiken jüdischen Glauben: „Es ist ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Toten zu beten, damit sie von ihren Sünden erlöst werden.“ Jesus spricht von Vergebung in der zukünftigen Welt (Matthäus 12,32), und der heilige Paulus schreibt von der Rettung „wie durch Feuer“ (1 Korinther 3,15).
Das Fegefeuer ist kein physisches Feuer, sondern die reinigende Begegnung mit der brennenden Liebe Gottes. Der heilige Johannes vom Kreuz beschrieb es als die sanfte Flamme, die Unreinheiten wegbrennt, wie Feuer Gold läutert.
Durch die Gemeinschaft der Heiligen helfen wir den Seelen im Fegefeuer durch Gebete, Opfer, Ablässe und besonders durch die für ihre Absicht gefeierte heilige Messe. Das Feiern von Messen für die Verstorbenen ist eine uralte Tradition.
Das Fegefeuer fügt dem hinreichenden Opfer Christi nichts hinzu, sondern wendet dessen Früchte auf die Seele an. Es ist keine zweite Chance — die Seelen dort sind bereits gerettet. Die Kirche beansprucht nicht, die genaue Dauer oder Art dieser Läuterung zu kennen.
Der November ist den armen Seelen gewidmet. Am Allerseelentag (2. November) besuchen die Gläubigen die Friedhöfe, beten für die Verstorbenen und lassen Messen lesen. Vollkommene Ablässe für die Seelen im Fegefeuer sind unter bestimmten Bedingungen erhältlich.
„Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen.“ — Das Requiem-Gebet
Komme mit uns zur täglichen heiligen Messe, die für das Seelenheil der Verstorbenen gefeiert wird.
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