Die heiligen Weihen sind das Sakrament, durch das ein getaufter Mann Christus gleichgestaltet wird, um in persona Christi — in der Person Christi — als Haupt der Kirche zu handeln. Es ist eines der beiden Sakramente des Dienstes, das auf die Erbauung des Volkes Gottes ausgerichtet ist.
Der Bischof besitzt die Fülle des Weihesakraments. Als Nachfolger der Apostel lehrt, heiligt und leitet er. Nur ein Bischof kann gültig Priester und andere Bischöfe weihen. Der Katechismus sagt: „Die Bischofsweihe verleiht die Fülle des Weihesakraments“ (KKK 1557).
Priester sind Mitarbeiter des Bischofs, geweiht, um das Evangelium zu verkünden, die Eucharistie zu feiern und die Gläubigen zu leiten. Christus hat das Priestertum beim Letzten Abendmahl eingesetzt: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lukas 22,19).
Diakone werden zum Dienst geweiht — diakonia. Sie assistieren bei der Liturgie, verkünden das Evangelium, taufen, assistieren bei Trauungen und leiten Begräbnisfeiern. Der von Vatican II wiederhergestellte ständige Diakonat ermöglicht es verheirateten Männern, als Diakone zu dienen.
Eine Berufung zum Priestertum oder Diakonat wird durch Gebet, geistliche Begleitung und Bestätigung durch die Kirche erkannt. Die Seminarausbildung umfasst philosophische und theologische Studien, geistliche Begleitung und pastorale Erfahrung.
„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ — Matthäus 9,37-38
Wie Taufe und Firmung prägen die heiligen Weihen einen unauslöschlichen geistlichen Charakter ein. Ein Mann ist nach gültiger Weihe für immer Priester — das Sakrament kann weder wiederholt noch rückgängig gemacht werden.
Unterstütze Berufungen durch die Teilnahme an der täglichen heiligen Messe und bete um mehr Arbeiter für die Ernte.
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