Der Advent 2026 beginnt am Abend des Samstag, 28. November. Mit der Vesper an diesem Abend hebt die neue Zeit an, der erste Adventssonntag ist dann der 29. November. Es folgen der 6., der 13. und der 20. Dezember. Vier Wochen, in denen fast jede Woche irgendetwas anders ist als sonst, und am Ende steht ein Weihnachtsfest, das viele schon am 26. Dezember für erledigt halten.
Die Verwirrung ist berechtigt. Zwischen dem 28. November und dem 6. Januar liegen Feiertage, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich geregelt sind. Hier steht, was wann dran ist und was es konkret von dir verlangt.
Der dritte Adventssonntag, Gaudete, fällt 2026 auf den 13. Dezember. An ihm brennt die rosa Kerze, die sonst niemanden interessiert. Sie steht nicht für Vorfreude im Werbeplakat, sondern für eine Unterbrechung der Buße: Die Kirche gönnt sich mitten im Dunkel einen helleren Ton. Wenn du einen Kranz bindest, nimm vier Kerzen, drei violette und eine rosa, und zünde die rosa erst am 13. an.
Der vierte Sonntag ist der 20. Dezember. Dann bleiben fünf Tage. Diese Woche ist erfahrungsgemäß die, in der die Beichte voll wird, das Pfarrbüro nicht mehr erreichbar ist und alle gleichzeitig auf die Idee kommen, Messintentionen zu bestellen. Wer es ruhig will, plant diese Woche nicht als Puffer, sondern als das, was sie ist: die letzte Gelegenheit.
Mariä Empfängnis fällt 2026 auf Dienstag, 8. Dezember. In Österreich ist der Tag gesetzlicher Feiertag, in katholischen Kantonen der Schweiz ebenfalls, in Deutschland nicht. Dort ist er ein gebotener Feiertag im kirchlichen Sinn, das heißt: Du bist verpflichtet, zur Messe zu gehen, auch wenn dein Arbeitgeber nichts davon weiß. In Bayern und im Saarland gibt es regionale Sonderregelungen, aber verlass dich nicht darauf, sondern frag im Pfarrbüro nach den Zeiten.
Der Tag selbst hat mit der Geburt Jesu nichts zu tun. Er feiert, dass Maria von Anfang an frei von der Erbsünde war. Wenn dir das dogmatisch schwerfällt, ist das kein Grund, wegzubleiben. Es ist ein Tag, an dem die Kirche sagt: Gott fängt nicht erst im Dezember mit dir an.
Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das Lesejahr B. Der Evangelist, der dich durch das Jahr begleiten wird, ist Markus. Die vier Adventssonntage haben 2026 diese Evangelien: Markus 13 vom Wachen, Markus 1 mit Johannes dem Täufer, Johannes 1, wo die Priester und Leviten fragen, wer er denn sei, und am vierten Sonntag Lukas 1 mit der Verkündigung. Der Wechsel zwischen den Evangelisten ist kein Zufall, sondern die Art der Kirche, eine Geschichte aus vier Blickwinkeln zu erzählen.
Am Altar ändert sich sichtbar wenig, aber es ändert sich etwas. Die Gewänder sind violett, außer an Gaudete, wo Rosa erlaubt ist. Das Gloria wird nur an Hochfesten gesungen, also an Mariä Empfängnis und an Weihnachten selbst, sonst bleibt es weg. Die Präfation ist die Adventspräfation. Und der Kranz wird in der ersten Messe gesegnet, meist vor dem Gottesdienst oder zu Beginn. Bring ihn mit, wenn du einen hast.
Vom 17. bis 23. Dezember betet die Kirche in der Vesper die sieben O-Antiphonen. Jede beginnt mit einem anderen Bild für Christus: O Weisheit, O Adonai, O Wurzel Jesse, O Schlüssel Davids, O Morgenstern, O König der Völker, O Immanuel. Es sind keine frommen Sprüche, sondern Rufe, die nach vorne drängen. Wenn du einmal eine dieser Vespern mitbetest, merkst du, wie die Woche anders läuft.
In dieser Woche solltest du auch zur Beichte gehen, nicht in der letzten. Die Tage vom 21. bis 24. Dezember sind in den meisten Pfarreien überfüllt, und die Wartezeit ist lang. Frag lieber jetzt nach den Beichtzeiten, oft gibt es zusätzliche Termine in der zweiten und dritten Adventswoche. Wer im Advent beichtet, hat Weihnachten nicht als Frist im Nacken.
Die Christmette wird in vielen Pfarreien auf 22 Uhr vorverlegt, weil die Familien mit kleinen Kindern sonst nicht kommen. Das ist keine liturgische Reform, sondern eine praktische Entscheidung vor Ort. Wenn deine Gemeinde um 24 Uhr beginnt, ist das kein Zeichen besonderer Strenge, sondern eine andere Wahl. Frag nach, bevor du dich umsonst auf den Weg machst.
Die Rorate-Messe am frühen Morgen ist etwas anderes. Sie wird im Advent oft bei Kerzenlicht gefeiert, bevor es hell wird, traditionell an den Samstagen oder in den letzten Wochen täglich. Sie ist stiller als die Christmette, kürzer, und sie verlangt, dass du früh aufstehst. Wer sie einmal mitgefeiert hat, versteht, warum sie in manchen Gegenden seit Jahrhunderten gehalten wird.
Weihnachten endet nicht am zweiten Feiertag. Der 25. Dezember ist Freitag, der 26. Samstag, und am Sonntag, 27. Dezember, steht das Fest der Heiligen Familie an. Die Weihnachtszeit läuft weiter bis zur Taufe des Herrn, die 2027 auf den 10. Januar fällt. In dieser Zeit bleiben die Krippe und der Christbaum stehen, und das ist kein Zeichen von Faulheit, sondern von Liturgie.
Am Freitag, 1. Januar 2027, ist das Hochfest der Gottesmutter Maria, ein gebotener Feiertag. Am Mittwoch, 6. Januar 2027, folgt Epiphanie, in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag. Zwischen dem 27. Dezember und dem 6. Januar ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus. Wenn du sie empfangen willst, häng einen Zettel an die Tür oder trag dich in die Liste im Pfarrbüro ein. Sie kommen nicht unangekündigt in jedem Ort.
Und noch etwas: Messintentionen für die Weihnachtstage sind in den Pfarrbüros meist bis Mitte November vergeben. Wer eine bestellen will, sollte das im Oktober tun. Danach bleibt nur die Warteliste oder eine Messe im neuen Jahr. Das ist keine Schikane, sondern der ganz normale Lauf der Dinge in einer Pfarrei mit vielen Anliegen.
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Der Advent beginnt am Abend des Samstag, 28. November 2026, mit der Vesper. Der erste Adventssonntag ist Sonntag, 29. November. Die weiteren Sonntage sind der 6., 13. und 20. Dezember. Gaudete mit der rosa Kerze fällt auf den 13. Dezember.
In Österreich und in katholischen Kantonen der Schweiz ist Mariä Empfängnis am Dienstag, 8. Dezember 2026, ein gesetzlicher Feiertag. In Deutschland nicht, dort ist es ein gebotener kirchlicher Feiertag. Du solltest also zur Messe gehen, auch wenn dein Arbeitgeber frei gibt oder nicht.
Am besten in der zweiten oder dritten Adventswoche, also zwischen dem 7. und 20. Dezember. Die Tage vom 21. bis 24. Dezember sind in den meisten Pfarreien überfüllt. Frag im Pfarrbüro nach zusätzlichen Beichtzeiten, die oft erst kurz vorher bekannt gegeben werden.
Die Christmette wird in der Nacht auf den 25. Dezember gefeiert, oft auf 22 Uhr vorverlegt, damit Familien mit kleinen Kindern kommen können. Die Rorate ist eine frühe Morgenmesse im Advent, meist bei Kerzenlicht, stiller und kürzer. Beide sind Messen, aber sie haben einen anderen Charakter und ein anderes Publikum.
In den meisten Pfarrbüros sind die Termine für die Weihnachtstage bis Mitte November vergeben. Wer eine Intention für den 24. oder 25. Dezember möchte, sollte sich im Oktober melden. Danach bleibt oft nur die Warteliste oder ein Termin im neuen Jahr.
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