Heiliger Peregrinus: Schutzpatron der Krebspatienten

Vielleicht haben Sie gerade eine Diagnose bekommen, die alles verändert hat. Vielleicht sitzen Sie neben einem Krankenbett und wissen nicht, was Sie sagen sollen. Sie sind hier nicht falsch.

Seit Jahrhunderten beten Menschen in solchen Stunden zum heiligen Peregrinus. Er war ein Mönch, der selbst Krebs hatte. Er kennt die Angst, die in Ihnen arbeitet.

Diese Seite erzählt seine Geschichte und zeigt, wie man zu ihm betet. Sie verspricht keine Wunder. Sie lädt ein, mit der Angst zu Gott zu gehen.

Wer war der heilige Peregrinus Laziosi?

Peregrinus wurde um das Jahr 1260 in Forli geboren, einer Stadt in der italienischen Region Emilia-Romagna. Als junger Mann stand er der Kirche feindlich gegenüber. Er gehörte zu den Bürgern, die gegen die Serviten predigten, einen damals jungen Orden.

Einmal schlug er Philipp Benizi, den Prior des Servitenhauses in Forli, ins Gesicht. Philipp, der später selbst heiliggesprochen wurde, hielt still und bot ihm auch die andere Wange. Diese Reaktion traf Peregrinus tiefer als jede Strafe. Er schämte sich, bereute und bat um Aufnahme in den Orden.

Er wurde Servitenbruder und blieb es sein Leben lang. Er starb 1345 in Forli, etwa fünfundachtzig Jahre alt. Die Kirche sprach ihn 1726 heilig. Sein Gedenktag ist der 1. Mai.

Die Nacht vor der Amputation

In seinen Sechzigern bemerkte Peregrinus eine Wucherung an seinem rechten Bein. Es war ein Sarkom, ein bösartiger Tumor. Er wuchs, wurde sichtbar und roch übel. Die Ärzte entschieden, dass das Bein abgenommen werden musste.

In der Nacht vor der Operation schleppte er sich in den Kapitelsaal, den Versammlungsraum der Brüder. Dort kniete er vor dem Kruzifix nieder und bat Gott um Hilfe. Er betete, bis er vor Erschöpfung einschlief.

Als er aufwachte, war das Bein ganz. Die Wucherung war verschwunden. Die Ärzte fanden keine Spur mehr von ihr. Peregrinus lebte danach noch etwa zwanzig Jahre und kümmerte sich um Kranke und Arme. Wer heute in Forli an seinem Grab betet, betet zu einem, der weiß, wie sich ein solcher Morgen anfühlt.

Warum Krebspatienten zu ihm beten

Peregrinus kennt die Krankheit nicht aus Erzählungen. Er hat den Schmerz gespürt, den Geruch des eigenen Körpers gerochen und gehört, wie die Ärzte über die Amputation sprachen. Deshalb fällt es vielen leichter, ihm ihre Angst zu sagen. Sie müssen nicht erklären, was sie fühlen.

An seinem Schrein in Forli wird eine immerwährende Novene für Krebspatienten gebetet. Das heißt: Die Brüder beten dort ohne Unterbrechung, Tag für Tag, für Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Man kann Namen und Anliegen dorthin schicken.

Neben ihm gibt es andere Fürsprecher. Wer sich mit Raphael, der Engel der Heilung beschäftigt, findet einen Boten Gottes, der Kranke begleitet. Und wer nach die anderen Heiligen, die Kranke anrufen sucht, entdeckt eine ganze Gemeinschaft im Himmel. Die Kirche kennt viele Wege, aber nur einen Arzt der Seele und des Leibes.

Die Novene zum heiligen Peregrinus

Eine Novene ist ein Gebet, das neun Tage lang gehalten wird. Der Name kommt vom lateinischen Wort für neun. Man betet an neun aufeinanderfolgenden Tagen, oft mit demselben Anliegen. Diese Zahl geht auf die neun Tage zurück, die die Apostel nach der Himmelfahrt Jesu im Gebet verbrachten, bis der Heilige Geist kam.

Man kann eine Novene allein beten oder mit anderen. Wer für einen Kranken betet, nennt den Namen des Menschen, seine Lage und was er sich wünscht. Man muss nicht schön formulieren. Ein Satz genügt. Wer unsicher ist, findet ein Gebet für Kranke, das man übernehmen kann.

Der traditionelle Gebetstext lautet: Heiliger Peregrinus, du hast an deinem eigenen Bein erfahren, wie Krebs den Menschen zehrt. In der Nacht vor der Amputation hast du vor dem Kruzifix Trost und Heilung empfangen. Wir bitten dich: Leg unsere Not vor Gott. Sieh auf den Kranken, der dir anvertraut ist, auf seinen Schmerz, seine Angst und seine Hoffnung. Erbitte ihm Kraft für die Behandlung und, wenn es Gottes Wille ist, die Gesundheit des Leibes. Hilf den Ärzten, den Pflegenden und allen, die ihn begleiten. Und wenn Heilung auf Erden nicht geschenkt wird, dann erflehe ihm Frieden, Schmerzlinderung und ein Vertrauen, das auch durch die dunkelste Stunde trägt. Amen.

Was die Kirche über seine Anrufung lehrt

Die Fürbitte der Heiligen ist keine Garantie. Kein Heiliger heilt aus eigener Kraft. Nur Gott heilt, durch die Natur, durch die Medizin oder auf eine Weise, die wir nicht verstehen. Die Kirche sagt das klar, damit niemand in falscher Sicherheit lebt oder sich Vorwürfe macht, wenn die Krankheit bleibt.

Deshalb betet die Kirche seit jeher mit den Kranken und nicht nur für sie. Wenn jemand schwer erkrankt ist, kann er die Krankensalbung empfangen. Wer wissen möchte, wie das abläuft, findet der Ablauf der Krankensalbung erklärt. Dieses Sakrament ist kein Sterberitual. Es stärkt, tröstet und kann auch zur körperlichen Genesung beitragen, wenn Gott es so will.

Die Anrufung des heiligen Peregrinus tritt nicht an die Stelle der Behandlung. Sie geht neben ihr her. Wer betet und sich zugleich behandeln lässt, tut beides, was ein Christ tun kann. Wer kraftvolle Gebete um Heilung sucht, wird hier fündig, aber immer mit offenen Händen. Gott ist nicht verpflichtet. Er ist treu.

Wie man mit Kranken betet

Sagen Sie nicht: Du musst nur glauben, dann wirst du gesund. Sagen Sie nicht: Alles hat einen Sinn. Solche Sätze helfen nicht, sie verletzen. Sagen Sie lieber: Ich bin da. Ich bete für dich. Ich höre zu.

Sagen Sie nicht: Mein Onkel hatte dasselbe und ist gestorben. Sagen Sie nicht: Du siehst gut aus, so schlimm kann es nicht sein. Der Kranke weiß, wie es ihm geht. Sie müssen es nicht besser wissen.

Sagen Sie: Gott kennt dich. Der heilige Peregrinus kennt deine Angst. Wir gehen diesen Weg nicht allein. Und dann halten Sie die Hand, wenn es keine Worte mehr gibt. Eine Novene durchzuhalten ist einfacher, wenn man sie mit jemandem betet. Suchen Sie sich einen Menschen, mit dem Sie jeden Abend dieselbe kurze Bitte sprechen. Neun Tage sind lang. Aber sie sind zu zweit kürzer.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist der Schutzpatron der Krebspatienten?

Der heilige Peregrinus Laziosi, ein Servitenbruder aus Forli in Italien, ist der Schutzpatron der Krebspatienten. Er litt selbst an einem Sarkom am Bein und wurde der Überlieferung nach vor einer geplanten Amputation geheilt. Sein Gedenktag ist der 1. Mai. An seinem Schrein in Forli wird eine immerwährende Novene für Krebskranke gebetet.

Wie betet man die Novene zum heiligen Peregrinus?

Man betet neun Tage lang, am besten zur gleichen Uhrzeit, mit demselben Anliegen. Man nennt den Namen des Kranken und legt seine Not Gott vor. Der traditionelle Gebetstext kann täglich gesprochen werden. Wer möchte, betet mit anderen zusammen. Wichtig ist Ausdauer, nicht Perfektion. Ein kurzer, ehrlicher Satz genügt Gott.

Wofür ist der heilige Peregrinus Schutzpatron?

Er ist Schutzpatron der Menschen mit Krebs und anderen schweren oder angeblich unheilbaren Krankheiten. Auch Kranke allgemein und Menschen mit Erkrankungen des Beines oder Fußes vertrauen sich ihm an. Die Kirche hat ihn 1726 heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 1. Mai. Auf Bildern trägt er oft ein verbundenes Bein oder kniet vor dem Kruzifix.

Kann der heilige Peregrinus Krebs heilen?

Nein. Kein Heiliger heilt aus eigener Kraft. Die Kirche lehrt, dass allein Gott heilt, durch die Medizin, durch die Natur oder auf unerklärliche Weise. Die Fürbitte des heiligen Peregrinus ist eine Bitte, keine Garantie. Wer zu ihm betet, lässt sich weiter behandeln, empfängt wenn möglich die Krankensalbung und vertraut den Ausgang Gott an.

Wann ist der Gedenktag des heiligen Peregrinus?

Der Gedenktag des heiligen Peregrinus ist der 1. Mai. An diesem Tag wird in Forli und in vielen Servitenkirchen seiner gedacht. Wer an seinem Grab betet, kann das ganze Jahr über dorthin kommen. Die immerwährende Novene für Krebspatienten läuft ohne Unterbrechung, unabhängig vom Kalender. Sein Fest erinnert daran, dass Gott auch in schwerer Krankheit nahe bleibt.

🙏 Support Our Mission

Your donation helps us continue daily Mass and spiritual support worldwide.

♥ Partner werden — 10 $/Monat

✝️ Diese Intention am Altar aufgeben

Wählen Sie eine Gabe — der Betrag ist im sicheren Formular bereits eingetragen.

$6.99Virtuelle Kerze $10Messintention $90Novene · 9 Messen

Lieber monatlich geben? Partner werden — 10 $/Monat →

🕯

Support Our Mission

Your donation helps us continue daily Mass and spiritual support worldwide.

♥ Donate Now

Every gift — large or small — makes a difference.